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Sprachmodell

Ein Sprachmodell ist ein KI-Modell, das aus sehr vielen Texten gelernt hat, wahrscheinliche Fortsetzungen von Text zu berechnen.

Auch: Large Language Model, LLM, KI-Modell, Textmodell

Sprachmodell, einfach erklärt

Ein Sprachmodell, englisch Large Language Model oder kurz LLM, ist ein Programm, das mit sehr großen Textmengen trainiert wurde. Es hat gelernt, welche Wörter in welchem Zusammenhang wahrscheinlich folgen. Dadurch kann es Fragen beantworten, Texte zusammenfassen, übersetzen, Entwürfe schreiben und Angaben aus Freitext herausziehen. Es versteht dabei nicht wie ein Mensch, sondern erkennt Muster in Sprache.

Wichtig zum Verständnis: Ein Sprachmodell rechnet mit Wahrscheinlichkeiten, es schlägt nicht in einer geprüften Datenbank nach. Deshalb klingen Antworten oft überzeugend, auch wenn sie falsch sind. Fachleute sprechen von Halluzinationen. Wer ein Sprachmodell nutzt, sollte Ergebnisse prüfen, besonders Zahlen, Namen und Rechtliches.

Sprachmodelle stecken in vielen Anwendungen: im Chatbot, im KI-Agenten, in Werkzeugen zur Textvorbereitung. Das Modell allein ist nur der Denkbaustein. Erst mit dem Zugriff auf Ihre Daten, mit Regeln und mit Kontrollen wird daraus ein Hilfsmittel für einen Betrieb. Man unterscheidet Modelle, die bei einem Anbieter im Internet laufen, und Modelle, die auf eigenen Servern betrieben werden. Das wirkt sich auf den Datenschutz aus.

Datenschutz in Kürze: Was Sie in ein Sprachmodell eingeben, kann personenbezogene Daten enthalten. Dann gilt die DSGVO. Bei externen Anbietern ist zu klären, was mit Eingaben geschieht, ob sie zum Training genutzt werden und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht. Die Datenschutzkonferenz der Aufsichtsbehörden hat dazu eine Orientierungshilfe veröffentlicht. Das ist Orientierung, die Prüfung liegt bei Ihrer Beratung.

Worauf Sie achten sollten.

Fragen.

Was ist der Unterschied zwischen Sprachmodell und ChatGPT?

ChatGPT ist ein Produkt, das ein Sprachmodell nutzt. Das Sprachmodell ist der Motor, das Produkt die Oberfläche darum.

Warum erfindet ein Sprachmodell manchmal Dinge?

Weil es Text nach Wahrscheinlichkeit erzeugt und keine gesicherten Fakten nachschlägt. Deshalb sollten Ergebnisse geprüft werden.

Darf ich Kundendaten in ein Sprachmodell eingeben?

Nur wenn der Datenschutz geklärt ist: Rechtsgrundlage, Anbieter und Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Das klären Sie mit Ihrer Beratung.

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Leon Werner, Straubing

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