DNS
DNS ist das Namensystem des Internets: Es übersetzt Domainnamen wie beispiel.de in die Adressen der Server, auf denen Websites liegen.
Auch: Domain Name System, DNS-Eintrag, Nameserver
DNS, einfach erklärt
DNS steht für Domain Name System. Es ist so etwas wie das Telefonbuch des Internets: Sie geben einen Namen wie beispiel.de ein, und das DNS liefert die zugehörige Adresse des Servers, auf dem die Website liegt. Ohne DNS müssten Sie sich Zahlenfolgen merken. Das Verfahren ist seit 1987 im Internetstandard RFC 1034 beschrieben.
Für jede Domain gibt es DNS-Einträge, die bei einem Anbieter hinterlegt sind (den Nameservern). Wichtige Arten: Ein A-Eintrag zeigt auf die IPv4-Adresse des Servers (AAAA bei IPv6), ein CNAME verweist auf einen anderen Namen, ein MX-Eintrag legt fest, welcher Server E-Mails für die Domain annimmt, und TXT-Einträge dienen zum Beispiel der Bestätigung von Diensten oder der Prüfung von E-Mail-Absendern.
Wenn Sie Website oder E-Mail-Postfach umziehen, ändern Sie meist DNS-Einträge. Änderungen sind nicht sofort überall sichtbar, weil Server Antworten eine gewisse Zeit zwischenspeichern. Diese Zeit heißt TTL. Es kann deshalb eine Weile dauern, bis alle Besucher den neuen Stand sehen. Sie können die TTL vor einem geplanten Umzug verkürzen, damit sich Änderungen schneller verbreiten.
Typische Fehler: ein falscher oder gelöschter MX-Eintrag, durch den keine E-Mails mehr ankommen, ein alter A-Eintrag, der noch auf den früheren Server zeigt, und ein Wechsel der Nameserver ohne Sicherung der bisherigen Einträge. Halten Sie vor jeder Änderung die vorhandenen Einträge schriftlich fest und ändern Sie immer nur eines.
Worauf Sie achten sollten.
Einträge vorher sichern
Notieren Sie alle bestehenden DNS-Einträge, bevor Sie etwas ändern, besonders die für E-Mail.
Zugang zum DNS haben
Sie sollten wissen, wo Ihre Einträge verwaltet werden, und dort selbst Zugriff haben.
Ein Schritt nach dem anderen
Ändern Sie nicht Website und E-Mail gleichzeitig, damit sich Fehler zuordnen lassen.
Zeit einplanen
Änderungen werden nicht überall gleichzeitig sichtbar. Planen Sie einen Puffer ein.
Fragen.
Was bedeutet DNS?
DNS ist die Abkürzung für Domain Name System. Es übersetzt Domainnamen in die Adressen der Server und sorgt dafür, dass beispiel.de zur richtigen Website führt.
Was ist ein DNS-Eintrag?
Ein DNS-Eintrag ist eine Zeile in der Verwaltung Ihrer Domain. Sie legt fest, wohin ein Name zeigt, zum Beispiel auf einen Webserver oder auf den Mailserver.
Warum dauert eine DNS-Änderung manchmal länger?
Server speichern Antworten für eine gewisse Zeit zwischen, die sogenannte TTL. Bis sie abläuft, sehen manche Besucher noch den alten Stand.
Verwandte Begriffe.
Domain
Eine Domain ist der lesbare Name Ihrer Website im Internet, zum Beispiel beispiel.de, den Sie bei einem Anbieter registrieren.
Webhosting
Webhosting ist der Betrieb Ihrer Website auf einem Server, der ihre Dateien speichert und bei jedem Aufruf an Besucher ausliefert.
SSL-Zertifikat
Ein SSL-Zertifikat ist ein digitaler Ausweis Ihrer Website, der eine verschlüsselte Verbindung per HTTPS ermöglicht.
Quellen
- IETF RFC 1034: Domain Names, Concepts and Facilities, abgerufen am 14.10.2026
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Leon Werner, Straubing
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